Eine örtliche Betäubung garantiert eine absolute Schmerzlosigkeit des zahnärztlichen Eingriffes. Alles was der Patient spürt, ist ein (völlig schmerzfreies) Druckgefühl (wie etwa beim Händeschütteln).

Dazu wird im Oberkiefer an der betroffenen Stelle eine Injektion gegeben. Bei großer Empfindlichkeit muss (selten) eine weitere Injektion verabreicht werden. Im Unterkiefer wird ganz hinten ein kleiner Einstich getätigt, um mit dem Betäubungsmittel die Schmerzempfindung der gesamten Kieferhälfte auszuschalten. Dann können sogar Kieferoperationen völlig schmerzlos durchgeführt werden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
In extrem seltenen Fällen kann es aufgrund der Verabreichung einer Injektion zu Unverträglichkeits- oder allergischen Reaktionen kommen, die eventuell sogar eine Aufnahme des Patienten in ein Spital notwendig machen, um alle Funktionen des Kreislaufes und des Körpers wiederherzustellen.

Dies kommt nur extrem selten vor. Ebenso selten kann es im Unterkiefer zu einer länger anhaltenden Betäubung kommen, die erst nach Wochen oder Monaten wieder abklingt. Sogar eine dauernde Schädigung oder Beeinträchtigung der Nerven ist möglich, was allerdings nur extrem selten vorkommt.

Kann man nach einer Injektion wieder Auto fahren?
Die Beeinträchtigung nach einer lokalen zahnärztlichen Betäubung ist nur sehr gering und spielt praktisch keine Rolle. Da jedoch auch noch einige Stunden nach dem zahnärztlichen Eingriff Kreislaufschwächen auftreten können, ist bei empfindlichen Personen eine gewisse Vorsicht nötig.

Vor dem Zahnarztbesuch kann die Aufmerksamkeit wesentlich mehr herabgesetzt sein als danach! Wichtig ist nur, dass vor dem Zahnarztbesuch keine beruhigenden Medikamente eingenommen wurden. Diese können nämlich sehr wohl die Fahrtüchtigkeit herabsetzen.

© 2018 DDr. Andreas Beer