Metallkeramik
Bei der Keramikverblendbrücke werden höchste ästhetische Ansprüche durch präzise und aufwendige zahnärztliche Behandlungen sowie durch hochwertige Materialien erfüllt. Beim Brennen der einzelnen keramischen Schichten können die charakteristischen Merkmale der eigenen Zähne in Form, Farbe, Transparenz und Oberflächengestaltung nachgeformt und damit die künstlichen Zähne genauestens angepasst werden.

Das Grundgerüst wird, wie bei der Einzelkrone, aus goldhaltigem Metall gearbeitet und aus ästhetischen Gründen mit Keramik verblendet. Vitale Zähne, die als Brückenpfeiler dienen sollen, werden so sparsam wie möglich beschliffen und dann der hülsenartige Metallmantel des beschliffenen Zahnes, sowie die Brückenglieder, ganz oder teilweise mit Keramik verblendet. Die Präparation dieses Brückenankers, meist im „Hohlkehl-Verfahren“, erfordert einen großen Aufwand und ein hohes zahnärztliches Können, das der Kronenrand fast unsichtbar an der Zahnfleischgrenze liegen soll. Im nicht sichtbaren Bereich können die Zähne noch schonender präpariert werden, da hier der schmale Metallkronenrand hervorschimmern kann.

Vollkeramik
Der Unterschied zur Metallkeramik liegt darin, dass bei der Vollkeramik auch das Grundgerüst aus Keramik besteht. Die ästhetischen Eigenschaften dieser Versorgungsart sind noch ansprechender als bei der Metallkeramik; daher empfiehlt sich Vollkeramik vor allem für den Schneidezahnbereich.

Klebebrücken
Klebebrücken sind vor allem bei Jugendlichen sinnvoll, wenn Frontzähne verloren gegangen sind oder nicht angelegt waren, da ein stärkeres Beschleifen der Brückenpfeiler die Pulpa schädigen kann. Für jeden zu ersetzenden Zahn sind zwei „aufgeklebte“ metallene Halteflügel erforderlich. Um die feste Verbindung zwischen den natürlichen und künstlichen Zähnen zu gewährleisten, wird die Schmelzoberfläche des echten Zahnes mit einer Säure aufgeraut und auch die Innenflächen der Metallflügel werden vorbehandelt, damit der Spezialkleber den notwendigen Halt findet.

Frontzähne müssen nur geringfügig, dafür aber absolut präzise präpariert werden. Feine vertikale Rillen an den Pfeilerzähnen geben der Brücke einen zusätzlichen mechanischen Halt. Eine kleine eingeschliffene Abstützkerbe fängt die Kräfte, die beim Abbeißen entstehen, auf. Bei „normalen“ Brücken verlieren die Pfeilerzähne ca. 40 bis 60% ihres Volumens, bei Klebebrücken muss nur 5 bis 10% des gesunden Zahnschmelzes entfernt werden, außerdem enden die Brückenflügel oberhalb der Zahnfleischgrenze, was die Reinigung vereinfacht.

Eine Information der Zahnärztekammer

© 2018 DDr. Andreas Beer