Amalgam ist in der Füllungstherapie im Rahmen der Kassenleistungen ein nach wie vor wesentliches Material. Es ist zur Versorgung von z.B. Kauflächendefekten im Mahlzahnbereich auf Grund der Materialeigenschaften (druckbeständig, formbeständig) gut geeignet. Vorteil dieses Materials ist zweifelsfrei die relativ gute Haltbarkeit und, dass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Außerdem gesteht die Krankenkasse ihren Patienten im Seitzahnbereich kein anderes Füllungsmaterial zu (d.h. alles außer Amalgam ist laut Gebietskrankenkasse, BVA,… eine Privatleistung und somit vom Patienten zu bezahlen.)

Amalgam enthält Silber, Zinn, sowie Spuren anderer Metalle, aber auch Quecksilber. Deshalb ist es bei gesundheitsbewussten Patienten in Verruf gekommen. Sie stellen sich die berechtigte Frage, ob eine quecksilberhältige Metalllegierung vielleicht gesundheitsschädlich ist. Vermehrt wird von allgemeinmedizinischen Problemen berichtet, die im Zusammenhang mit Amalgamfüllungen stehen sollen; vor allem chronische Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Die seit Jahrzehnten in Österreich zur Anwendung kommenden Amalgame haben die Eigenschaft, dass sie während sie im Mund sind kein/(kaum) Quecksilber abgeben; sehr wohl aber während des Legens einer Füllung, aber auch wenn man die Füllung entfernt, wird Quecksilber frei.

Wie weit tatsächlich eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch Amalgamfüllungen hervorgerufen wird ist zu hinterfragen. Tatsache ist aber, dass die Alternativen, wie z.B. Inlays von der Krankenkasse üblicherweise nicht bezahlt werden. Somit stellt sich die Frage, ob man in seine Gesundheit und den Erhalt der Zähne etwas investieren möchte.

 

Überblick über mögliche Alternativen zu Amalgam amalgam_tabelle

© 2018 DDr. Andreas Beer